Auf der Suche nach dem optimalen Familienwohnwagen

Da wir im Sommer 2014 etwas Zeit hatten, sind wir auf der Suche nach einem Familienwohnwagen einfach mal zu einem Wohnwagen-Händler gefahren, haben ihm unsere Situation beschrieben – zwei Erwachsene, drei jugendliche Kinder mit 15, 13 und 11 Jahren – und haben uns beraten lassen. Der Händler hat uns zu einem klassischen Zweipersonen-Wohnwagen von Fendt geraten: mit zwei Einzelbetten vorne, die sich mit einem Rollrost zu einer großen Liegefläche verbinden lassen, und einer Rundsitzgruppe hinten, die man zu einem Bett umbauen kann. Da könnten wir ja zu zweit schlafen, und die drei Kinder auf der großen Liegenfläche. Zuuufällig hatte er gerade so ein Modell da stehen, vom Vorjahr aus der Vermietung, und es wäre im Angebot. Etwa 7% unter dem Listenpreis. Erstmal fanden wir das toll, und haben uns mit Prospektmaterial eingedeckt.

Eine Woche und viele Prospekte später sind wir dann zu einem zweiten Händler gefahren, um uns doch nochmal einen richtigen Familiengrundriss anzuschauen – mit Stockbett hinten, Sitzgruppe in der Mitte und einem Doppelbett vorne. Gefühlt hatte der Familienwohnwagen – ein Knaus Südwind – doppelt so viel Platz wie der Fendt mit dem Zweipersonen-Grundriss – er war länger, und vor allem breiter. Das schien uns nun doch deutlich besser geeignet für uns als Familie – Platz ohne Ende, vier feste Betten und ein weiteres mit umgebauter Sitzgruppe. Aber die Einzelbetten hatten es uns auch irgendwie angetan – da kann jeder bequem aufstehen ohne über den anderen drüberzuklettern.

Außerdem war ich hin- und hergerissen zwischen dem breiteren und dem schmäleren Wohnwagen mit 2,50m oder 2,30m Breite. Zum Wohnen wäre ja sicher der breitere besser, aber zum Fahren? Wir wollten ja nicht irgendwo hin fahren und dann da den ganzen Urlaub stehen bleiben – wir wollten mobil sein und etwas entdecken! Leider sagt auch hier scheinbar jeder Händler etwas anderes – je nachdem welches Modell gerade verkauft werden soll. Mal sind 2,50 Meter Breite der „absolute Standard, was schmäleres geht gar nicht mehr“, mal sollte man als Anfänger „unbedingt 2,30 Meter nehmen, mehr ist zu stressig zum Fahren“. Hm …

Nächste Recherche-Station: Internet. Da sollte man doch eindeutige Aussagen bekommen. Wie für fast jedes Thema gibt es auch für Wohnwagen diverse Foren mit Hilfe und Ratschlägen zu fest jedem Thema. Vor allem das Wohnwagen-Forum glänzt mit einer riesen Fülle an Beiträgen. Nach dem Lesen von 17 Seiten Beiträgen zur Frage „2,50 oder 2,33m Breite“ war ich aber immer noch nicht viel schlauer. Immerhin, einen guten Ratschlag habe ich gefunden, den ich hier auch sinngemäß wiedergeben möchte: Die Breite ist erstmal egal, Hauptsache der Grundriss passt.

Dann war da noch die Frage nach dem Hersteller? Welcher hat besonders gute Wohnwagen für Familien im Sortiment? Fendt fanden wir schon schön, aber die Zielgruppe scheinen eher ältere Paare als Familien zu sein. Hobby gefiel uns von der Haptik her so gar nicht. Von Knaus haben uns die Südwind-Modelle ganz gut gefallen, das wäre auch unsere Wahl gewesen – wenn wir nicht am Ende noch über ein viel passenderes Modell gestolpert wären.

LMC hätte ich am Anfang gar nicht so auf der Rechnung gehabt, aber die hatten doch tatsächlich zum Caravan-Salon 2014 eine Überraschung für uns …

 

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