Verdon-Schlucht und Lac de Sainte Croix: Abenteuerspielplatz für Groß & Klein

Nach einer etwas herausfordernderen Anreise verbringen wir einige schöne Tage an der Verdon-Schlucht und am Lac de Sainte Croix. Die Verdon-Schlucht ist nicht umsonst bekannt und berühmt, und der Lac de Sainte Croix – obwohl ein Stausee – gilt als schönster See der Provence. Unsere Basis-Station ist Camping Les Pins am See, bei Les Salles-sur-Verdon – ein einfacher aber netter Platz, der für Kinder jedoch keine besondere Infrastruktur bietet. Das Freizeitangebot im Verdon-Nationalpark ist aber immens: von Wassersport (Segeln, Surfen, Kiten, Paddeln, Raften) über Radfahren bis hin zum Wandern und Klettern ist hier alles geboten. Ganz zu schweigen von den hübschen Dörfern die es zu entdecken gibt!

Zu Beginn eines Urlaubs an der Verdon-Schlucht sollte man sich einen Tag Zeit nehmen und mit dem Auto den Canyon umrunden. Dazu bietet es sich an vom See her auf der nördlichen Seite zu starten, Richtung La Palud-sur-Verdon. Unterwegs bieten sich schon wunderschöne Ausblicke in die Schlucht, und viele Parkplätze laden zum Aussteigen und Staunen ein. Aber Vorsicht: in der Hauptsaison ist die Gegend ein bevorzugtes Revier von Kleinkriminellen.

 

Atemberaubende Route des Cretes

Einen Kilometer hinter La Palud zweigt rechts die Route des Cretes ab, ein ringförmiger Abstecher der in La Palud wieder endet. Diese Strecke ist einmalig schön und bietet atemberaubende Ausblicke in die spektakulärsten Wände des Canyons, die teils direkt unter den Aussichtsstellen mehrere hundert Meter senkrecht abfallen. Viele berühmte Kletterrouten starten bzw. enden hier, so dass man häufig Kletterer in der Vertikalen beobachten kann. Die meisten Routen sind nicht von unten zugänglich, so dass die Kletterer sich zuerst von oben abseilen müssen – auch für erfahrene Kraxler ein besonderer Adranalinschub. An der Hüte La Maline auf der Route des Cretes startet eine spektakuläre Wanderung durch den oberen Teil des Canyons – sehr empfehlenswert.

 

Nervenkitzel für Mutige

Um den Canyon mit dem Auto zu umrunden, fährt man nach La Palud noch weiter bis zum Dorf Trigance, und von dort auf der südlichen Seite der Schlucht wieder zurück. An der Brücke über den Artuby-Canyon können sich Mutige im Bungee-Jumping probieren – knapp 200m geht es im freien Fall nach unten. Ein eher familientauglicher Spaß ist dagegen eine Rafting-Tour, die man im oberen Teil der Verdon-Schlucht unternehmen kann – zwei Rafting-Anbieter sitzen um das Dorf Castellane. Gerade mit Kindern (die schwimmen können) ein Riesenspaß! Zurück zum Lac de Sainte Croix geht es durch einen Felstunnel und weit oben mit grandiosen Tiefblicken in den Canyon von der Südseite aus, bevor die Straße abbiegt und über das Bergdorf Aiguines wieder hinunter zum See führt.

 

Paddeln in der Verdonschlucht

Aber auch für weniger Adrenalin-Süchtige hat der Verdon-Nationalpark vieles zu bieten: das Dorf Moustiers-Sainte-Marie zählt (angeblich) zu den schönsten Dörfern Frankreichs, die Lage an den Felsen ist spektakulär. Was man auf keinen Fall verpassen sollte, ist ein Ausflug mit dem Tretboot oder Kanu in die Schlucht: unten am See gibt es zwei Verleih-Stationen, von wo man 1-2 km weit in den Verdon-Canyon hinein fahren kann. Kleiner Tipp: der Verleih auf der Nordseite ist um 5 € pro Stunde günstiger als der auf der Südseite.

 

Lac de Sainte-Croix

Und hier noch unser persönliches Highlight: Am Abend bei Windstille mit dem Stand-Up-Board über den Lac de Sainte Croix gleiten und dabei das Ufer im letzten Sonnenlicht strahlen sehen … unbeschreiblich schön.

 

Auch wenn wir ein paar Regentage hatten, ist der Verdon-Nationalpark auf jeden Fall eine Empfehlung für ein paar Tage Zwischenstopp. Bei Regen kann man es sich ja auch mal im Wohnwagen gemütlich machen und z.B. eine kleine Party feiern …

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