Osterurlaub in der Toskana: Pisa, Siena und San Gimignano

Von unserer Toskana-Basis aus – dem Camping Barco Reale – haben wir einige Ausflüge in die phantastische Landschaft der nördlichen Toskana unternommen: nach Florenz, nach Pisa und ans Meer, und nach San Gimignano und Siena. Der Ausflug ins überlaufene Florenz ist im ersten Beitrag über unseren Osterurlaub in der Toskana schon beschrieben. Florenz ist ein absolutes „Must see“ in der Toskana, aber es ist auch dementsprechend touristisch – total überlaufen, laut, teuer. Wesentlich positiveres Feedback in unserer kleinen Familien-Reisegruppe fanden die anderen Tagestrips nach Pisa, ans Meer bei Marina di Pisa, nach San Gimignano und nach Siena.

Schiefer Turm von Pisa und Marina di Pisa

Nach Florenz ist Pisa mit seinem weltberühmten Schiefen Turm von Pisa das touristische Ziel Nr. 2 in der Toskana. Und der Turm ist spektakulär: die Neigung von aktuell noch etwa 4 Grad zeigt sich schon von Weitem deutlich, man hat instinktiv Angst dass das Ding gleich umkippt. Diese Gefahr ist durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bis 2001 zunächst gebannt, voraussichtlich für die nächsten 300 Jahre. Der Schiefe Turm von Pisa, der im 12.-14. Jahrhundert gebaut wurde, sollte ursprünglich einmal 100 Meter hoch werden, was sicher zum Umkippen geführt hätte. So ist er „nur“ 55 Meter hoch, steht aber dafür noch – bei 14.200 Tonnen Marmor ist das besser so. Es ist sogar wieder möglich den Turm zu besteigen – mit 18 Euro pro Person (auch für Kinder) ein nicht ganz billiges Unterfangen. Wir haben es uns gespart und sind lieber nach Marina die Pisa gefahren, ans Meer.

Auch wenn zu Ostern noch keine Badesaison ist, wollten wir unbedingt einmal ans Meer, die Hände ins klare Salzwasser tauchen. Direkt in Marina di Pisa besteht der Strand aus großen, weißen und rundgeschliffenen Steinen, die dem Strand ein ganz eigenes Aussehen geben. Wir haben uns Panini besorgt und den Nachmittag mit einem gemütlichen Picknick in der Sonne am Meer ausklingen lassen.

 

San Gimignano – die Stadt der Türme

Der Ort mit den berühmten Türmen ist für viele so etwas wie das Herz der Toskana. Eingebettet in die typische hügelige Landschaft mit den Alleen aus Zypressen, liegt San Gimignano auf einem Hügel und ist mit seinen 15 Türmen weithin sichtbar. Einst waren es 72 (!) Türme. Der höchste ist 54 Meter hoch und bietet eine phantastische Aussicht über den Ort und die umliegende Landschaft. Die Geschlechtertürme aus dem 12. und 13. Jahrhundert zeigten die Macht und den Wohlstand der jeweiligen Besitzerfamilien, und dienten im Konfliktfall als Rückzugsort. Natürlich nur für die eigene Familie. Auch wenn San Gimignano zu den meistbesuchten in der Toskana gehört, hat sich der Ort viel von seinem ursprünglichen Charme erhalten und ist ein sehr lohnendes Ziel!

 

Siena

Siena ist im Zentrum der Toskana gelegen und gilt als eine der schönsten Städte der Toskana und sogar Italiens – das will schon was heißen. Eindeutiges Highlight ist der zentrale Platz, die Piazza del Campo, die in einer halbrunden Form angelegt ist und zum Kreis-Mittelpunkt hin einige Meter abfällt. Dieses abfallende Halbrund schafft eine ganz eigene Stimmung, wie in einem mittelalterlichen Theater. Direkt an der Piazza des Campo liegt der Palazzo Pubblico, dessen markanter Turm die Stadt überragt. Er ist mit 102 Metern Höhe etwas anstrengend zu erklimmen, aber es lohnt sich: die Aussicht auf den tief liegenden, halbrunden Platz, über die Stadt und die Landschaft ist gewaltig. Und: es gibt ein Familienticket für 25 Euro (Stand 2017). Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, sollte sich noch den Dom von Siena ansehen, der aus schwarzem und weißem Marmor erbaut ist.

Wer überlegt im Juli oder August in die Toskana zu fahren, sollte sich das weltberühmte Pferderennen um die Piazza del Campo, die Palio di Siena, nicht entgehen lassen. Die Palio gilt als eines der härtesten Pferderennen der Welt und wird seit dem Mittelalter ausgetragen. Es findet jedes Jahr am 2. Juli und am 16. August statt.

 

Und sonst?

Unsere Woche Toskana Urlaub war leider viel zu schnell vorbei – wer noch mehr Zeit mitbringt, kann hier noch unendlich viel mehr entdecken, vor allem auch jenseits der ausgetretenen touristischen Pfade. Für einen längeren Aufenthalt würde ich empfehlen, eine Woche in der nördlichen und eine Woche in der südlichen Toskana zu verbringen – und am besten dann noch eine Woche ans Meer, an die schöne Küste der Maremma. Ein lohnendes Urlaubsziel ist die Toskana allemal!

Slacklining am Campingplatz Barco Reale

 

Barco Reale

Sonnenuntergang am Barco Reale

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