Südfrankreich und Cote d’Azur – erste Eindrücke

Fünf Tage waren wir nun an der Cote d’Azur und haben schon viele Eindrücke von Südfrankreich sammeln können. Der allererste Eindruck ist: chaotisch. Frankreich scheint – aus total subjektiver Sicht – erstmal reichlich chaotisch. Das fängt schon beim Verkehr an.

Verkehrschaos & Kreisverkehr

Auf der Autobahn von Italien her gilt es – nach der italienischen Mautstation mit dazugehörigem Stau vor der Grenze – auf französischer Seite gleich drei Mautstationen innerhalb von 20 Kilometern zu überwinden. (Süd-)Frankreich ist ein einziger Kreisverkehr. Jedenfalls fühlt es sich so an. Daran gewöhnt man sich schnell, und vermisst die plötzlich sehr deutsch anmutenden Ampeln überhaupt nicht. Ampeln haben wir in der ersten Woche ungefähr eine Handvoll gesehen, meist temporär an Baustellen.

„Die Route enthält Verkehrsstörungen“ war die Standardmeldung unseres Navis, egal wohin es uns an der Cote d’Azur führen sollte. Und meist hatte es leider recht: an der französischen Traumküste schlängelt sich im Sommer eine scheinbar endlose Blechlawine entlang. Wer kann, sitzt im wohltemperierten Ferrari oder Rolls Royce, oder schlängelt sich halsbrecherisch auf einer Vespa durch die stehenden Autos. Am besten relaxt man einfach auf seiner Yacht, zum Beispiel im Hafen von Saint Tropez:

 

Animation!

Unser erster Campingplatz war Domaine de la Bergerie in der Nähe von Saint Maxime. Ein schöner, großer Platz mit toller Pool-Anlage, aber: hier herrscht Party, und zwar bis mindestens Mitternacht. An Schlaf ist vorher nicht zu denken. Ruhesuchende Gemüter sollten auf andere Plätze ausweichen. So schön die ganze Anlage von Domaine de la Bergerie ist – bei der Beschallung können wir diesen Platz nur äußerst lärm-unempfindlichen Gemütern empfehlen, die 100% Rundum-Animation von früh bis (sehr) spät suchen. Es ist jetzt aktuell viertel vor zwölf, und von der zentralen Bühne donnert Highway to Hell über den ganzen Platz. So geht das jetzt schon drei Abende in Folge.

 

Ah, dieses Licht an der Cote d’Azur …

Abgesehen vom Lärm, der Überfüllung und dem Chaos: die Cote d‘Azur hat wunderschöne Ecken, und ein tolles Flair. Das Klima ist auch bei 30 Grad noch sehr angenehm, es weht immer eine schöne Brise – und dann erst dieses Licht! Der Himmel und das Meer strahlen im schönsten Azurblau um die Wette, das der Küste auch ihren Namen gegeben hat. Kontrastiert das dann noch mit den roten Felsen des Esterel-Gebirges oder dem intensiven Gelborange der untergehenden Sonne, ist die Traumküste perfekt.

 

Ah, dieses Essen …

Und dann natürlich das Essen. Die Franzosen verstehen einfach etwas von gutem Essen. Das fängt schon beim Frühstück mit frischen Baguettes und Croissants (und auch dem einen oder anderen Pain au Chocolat) an, am besten noch mit einer Auswahl an französischem Weichkäse – traumhaft.

 

Eins steht jetzt schon fest: Südfrankreich wird eines unserer Sehnsuchtsziele. Kroatien ist schön, Italien ist schön, aber Südfrankreich – ah, Südfrankreich! Es hat uns jetzt schon ein wenig verzaubert. Wir sind schon sehr gespannt auf die nächste Station nach der Cote d’Azur, Camping Luberon Parc im Herz der Provence! Die ganze Südfrankreich Provence Route findet ihr hier.

 

Und weil es so schön war hier nochmal die tolle Abendstimmung aus Saint Maxime:

Saint Maxime
2 Kommentare
  1. George
    George says:

    Hallo, eine tolle Tour habt ihr da durch die Provence gemacht. Eine schöne Region dort, habt ihr dabei aber ausgelassen. Grob gesagt zwischen Marseille und Toulon. Dort gibt es schöne Küstenstädtchen, wie z.B. Cassis und atemberaubende Landschaften, wie die Calanques, oder die Panoramastraße Route des Crêtes. Campingplätze gibt es auch, wie Sand am Meer. Also wenn ihr mal wieder in die Gegend kommt… 🙂

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  2. Sascha
    Sascha says:

    Wir waren im Juni dort auf dem Campingplatz Les Mures, ein Stück weiter Richtung Port Grimaud. Der Platz war top und da hast du nachts keine Parties gehabt. Ein Sicherheitsdienst ist immer mit einem Elektroauto über den Platz gefahren und hat nachgeschaut, ob alles in Ordnung und ruhig ist. Sehr gut war, dass dieser Platz sogar seinen eigenen Sandstrand hatte, direkt in der Bucht von Saint Tropez.
    Grüße aus Norddeutschland,
    Sascha

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