Osterurlaub in der Toskana: Barco Reale bei Florenz

Um dem winterlichen Oster-Sauwetter in Deutschland zu entfliehen, sind wir am Ostersonntag für eine Woche in Richtung Italien zu einer Woche Osterurlaub in der Toskana aufgebrochen. Dort hatten wir uns vorab einen Stellplatz auf Camping Barco Reale in der Nähe von Florenz reserviert. Nach gemütlichen acht Stunden Fahrt sind wir in der frühlingshaften Toskana angekommen, auch wenn der letzte Kilometer der Anfahrt mit drei bergigen Haarnadelkurven und einer steilen Rampe noch ein echter Adrenalin-Kick waren.

Camping Barco Reale

Der Barco Reale gehört zu den Leading Campings – deswegen haben wir ihn ausgesucht, ohne lange nach anderen Plätzen in der Toskana zu recherchieren. Der Platz ist spektakulär gelegen, auf einer Hügelkette in der Nähe von Florenz. Wir haben einen schönen, großen Stellplatz der zwischen Bäumen und Sträuchern gelegen ist, und von dem aus man runter ins Tal nach Pistoia blickt. Die sanitären Anlagen sind etwas rustikaler als auf anderen Leading Campings. Dafür ist die Aussicht top – von fast allen Stellplätzen schaut man zu irgendeiner Seite runter ins Tal. Die Stellplätze sind über zwei Hügel verteilt, viele sind recht groß und schön von Sträuchern und Bäumen begrenzt.

Von den beiden Swimming Pools ist der kleinere beheizt, und tatsächlich auch jetzt um Ostern schon gut nutzbar. Die Swimming Pools haben eine spektakuläre Aussicht über die toskanische Landschaft – so was hat man nicht alle Tage! Ansonsten merkte man deutlich dass hier noch absolute Vorsaison ist: am Oster-Wochenende war noch einiges los, in der Woche nach Ostern war der Platz fast leer. Immerhin wurde das Beachvolleyball-Netz gerade aufgespannt, so dass wir es gleich testen konnten. Zur Anlage gehören ein Restaurant und ein Mini-Markt für die Versorgung vor Ort – das erspart die eine oder andere Fahrt ins nahe Lamporecchio oder runter ins Tal nach Pistoia.

 

We like to move it …

Ohne Mover wären wir übrigens kaum mit dem LMC Musica 520 E aus eigener Kraft auf unserem Stellplatz gekommen: die letzten 20-30 Meter vom Asphaltweg weg waren so verwinkelt, wellig und eng dass wir nur mit einigen Helfern und viel Rangieren, Anschieben und Abbremsen ans Ziel gekommen wären. Mit Mover: Rollen anschwenken, Fernbedienung raus und mühelos ans Ziel steuern. Genial. Auch wenn man den Mover immer nur für die ersten und die letzten Meter braucht, ist er eine extrem sinnvolle Ergänzung.

 

Ausflug nach Florenz

Den ersten Tag haben wir gleich für einen Ausflug ins nahe Florenz genutzt: 40 Kilometer sind es vom Camping Barco Reale aus bis in die Stadt, die so viele Touristen anzieht wie sonst kaum ein Ort in der Toskana. Es gibt ja auch nahezu unendlich viel zu sehen in Florenz: die Kathedrale Santa Maria del Fiore, den frei stehenden Campanile, die Piazza Republica, die Uffizien, den Ponte Vecchio, und so weiter und so fort. Dementsprechend unendlich sind leider auch die Massen an Touristen, die durch die Stadt strömen. Wer beispielsweise die beeindruckende Kuppel der Kathedrale Santa Maria del Fiore besteigen möchte, der sollte sich besser einen Tag vorher anmelden – wir hatten das versäumt und konnten nicht auf die Kuppel, da für den Tag schon alle Besuchszeiten ausgebucht waren. Den Campanile hätten wir noch besuchen können – mit etwa zwei Stunden Anstehen. Nein Danke.

So haben wir uns damit begnügt durch die Stadt und über den Ponte Vecchio zu schlendern, das teuerste Eis unseres Lebens zu genießen (6,50 € für 2 Kugeln), und festzustellen dass Florenz zu überlaufen ist um die Stadt vernünftig zu besichtigen. Zumindest an Ostern. Da haben uns Pisa, Siena und San Gimingnano besser gefallen.

 

Regenprogramm: Sitzgruppenumbau zum Komfort-Bett mit Fernseher

Der folgende Tag hat uns Regen und Sturm beschert, so dass wir den (Rück-)Umbau unseres Kinder-Bettes zur Rundsitzgruppe getestet haben. Dabei hat sich gezeigt dass unsere „Komfort-Konstruktion“ mit zwei 15cm dicken Klapp-Matratzen und einem zusätzlichen Vorhang im Raum hervorragend funktioniert und der Umbau ganz easy in 2-3 Minuten erledigt ist. Mehr dazu demnächst hier in dieser Sendung.

So hatten wir bei Schlechtwetter und abendlicher Kälte eine große, bequeme Rundsitzgruppe mit Tisch und nachts ein bequemes Doppelbett – perfekt für insgesamt vier Personen unterwegs. Die Kinder haben es sich aber auch tagsüber häufig einfach im Bett auf der Sitzgruppe gemütlich gemacht – ein langes Sitzpolster fungiert als bequeme Rückenlehne. Die beiden dicken Klapp-Matratzen auf den Sitzpolstern schaffen einen sehr guten Schlafkomfort auf 2×1,5 Metern Fläche. Der Vorhang sorgt bei Bedarf für etwas Privatsphäre.

 

Insgesamt hat sich der LMC Musica 520 E ganz hervorragend bewährt – viel Platz für vier Personen, eine große und mega-komfortable Küche, tolle Betten und eine Sitzgruppe an der auch sechs Personen sehr bequem sitzen könnten. Auch die elektrische Fußbodenheizung haben wir in der Toskana viel genutzt – abends und morgens war es doch noch empfindlich kalt.

Und auch wenn wir einen Fernseher im Wohnwagen anfangs für furchtbar spießig gehalten haben – an den kühlen Abenden in Norwegen und jetzt auch in der Toskana haben wir ihn zu schätzen gelernt. Als Ergänzung für guten Empfang haben wir uns Anfang des Jahres eine Selfsat Snipe 2 geleistet, die wir jeweils über die Außensteckdose anschließen. Die Snipe 2 ist, soweit wir gesehen haben, die günstigste Satellitenschüssel mit automatischer Ausrichtung, und sie funktioniert bisher perfekt: Kabel anschließen, Controller anschalten, eine Taste drücken, warten bis die Schüssel den Satelliten gefunden hat, Controller abstöpseln, fertig.

Gott sei Dank hatten wir dann auch noch einige sonnige Tage, die wir für Ausflüge genutzt haben – mehr dazu im zweiten Teil: Osterurlaub in der Toskana: Pisa, Siena und San Gimignano

Website des Camping Barco Reale

 

7 Kommentare
    • Stefan Spiegel
      Stefan Spiegel says:

      Hallo Marco, gar nicht . wir haben sie mobil im Einsatz, über die Außensteckdose angeschlossen. Die Snipe steht auf vier Gummifüßen mit ca. 10 kg Eigengewickt sicher und stabil auf dem Dach, hat in der Toskana sogar einen kleinen Sturm ohne Einfahren überstanden. Der Vorteil gegenüber der Festinstallation ist, dass man die Schüssel zwischen Bäumen so platzieren kann dass man Empfang hat – das war in der Toskana auch nötig.

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      • Marco
        Marco says:

        Super danke für die info besser wäre gewesen wenn sie unten Saugnäpfe hätte dann würde sie vielleicht sogar einen Sturm aushalten 😁

        Antworten
  1. Patrik
    Patrik says:

    Hallo Zusammen
    Die umgabaute Sitzgruppe sieht sehr bequem aus…. Wie habt Ihr die Polster platziert und wo habt Ihr die restlichen Teile versorgt?
    Suche auch noch an Optmierungen für diese Sitzgruppe.
    Grüsse von einem weiteren glücklichen 520 E Besitzer..
    Patrik

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    • Stefan Spiegel
      Stefan Spiegel says:

      Hallo Patrik,
      Wir haben ein Polster für die Mitte anfertigen lassen bei schaumstoff-zuschnitte.de:
      PUR-Schaumstoff standard fest ( RG 40 SH:5.0 ), Rechteck (12cm Dicke, 74cm Breite, 84cm Länge). Mit einem scharfen Messer die Rundung an einer Ecke rausgeschnitten.
      Dazu ein Multiplex-Brett 90x17cm, 0,7cm stark. Ergibt eine schöne gleichmäßige Liegefläche. Wir haben dann noch zwei Klappmatratzen draufgelegt für den perfekten Schlafkomfort. Das längste Rückenpolster liegt bei uns am Kopfende (siehe Bild oben), zwei weitere Polster sind neben den Matratzen an der Trennwand verstaut, der Rest unter den Elternbetten. Die Eckteile legen wir auch manchmal einfach ins Vorzelt.

      Ich schreibe demnächst noch einen eigenen Artikel dazu!

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