Norwegen Reiseplanung – Orientierung & Norwegen Route

Auch wenn unsere ersten Wohnwagen-Reisen uns woanders hin führen werden, ist die große Norwegen-Tour im August unser Highlight in diesem Jahr. Ein schneller Blick auf Google Maps verrät, dass es bis nach Kristiansand ca. 1500 km sind. In Norwegen selbst kommen dann nochmal rund 2000 bis 2500 km dazu, bevor es wieder 1500 km Richtung Heimat geht. Und das, obwohl wir laut unserer Norwegen Reiseplanung „nur“ in Südnorwegen unterwegs sein werden und unser nördlichstes Ziel wahrscheinlich Alesund sein wird.

Welche Norwegen Route?

Trotzdem stellen sich eine Vielzahl von Fragen: lohnt sich Stavanger mit Lysefjord und Preikestolen? Oder ist es besser von Kristiansand aus gleich das Setesdal nach Norden hochzufahren Richtung Bergen? Welche Straßen sind Wohnwagen-tauglich, und welche nicht? Wie lange werden wir für die einzelnen Abschnitte brauchen? Wir wollen ja nicht nur fahren, sondern Urlaub machen und auch was sehen. Welche Wanderungen in den Nationalparks sind (halbwegs) familientauglich? Wie wird unser Wohnwagen-Gespann das alles mitmachen? Norwegen ist ja eher als Wohnmobil-Land bekannt. Und so ganz nebenbei: was essen wir eigentlich die ganze Zeit, wo Norwegen doch angeblich so teuer sein soll?

 

Erste Orientierung

Als erste Orientierung haben wir uns ein bisschen Lesestoff besorgt:

  • Der Bildband „Unterwegs in Skandinavien“ beschreibt nicht nur Norwegen, sondern auch Dänemark, Schweden und Island, mit vielen schönen Bildern und vielen informativen Details zu den sehenswerten Städten und Landschaften. Sehr empfehlenswert für alle Skandinavien-Neulinge (wie uns).
  • Am „Reiseführer Norwegens Süden“ hat uns vor allem die Aufmachung gefallen, in der die Informationen präsentiert werden – mal was anderes, leichter lesbares, als die üblichen Dumont/MichaelMüller/MarcoPolos.
  • Eine ernsthafte Alternative ist übrigens – ganz überraschend – der Baedeker Reiseführer Norwegen. Informativ, sehr schön aufgemacht und mit vielen Karten. Da muss man die alten Vorurteile gegenüber den trockenen Baedeckers wirklich hinter sich lassen.
  • Speziell für Wohnmobilisten und Wohnwaginisten sehr hilfreich ist auch noch der Rau „Mobil Reisen“ Führer, der gute Routenvorschläge und Angaben zur Wohnmobil- und Gespann-Tauglichkeit wichtiger Straßen enthält.
  • Die Straßenkarten von Berndt & Freytag haben mit einem Maßstab von 1:250.000 eine gute Übersicht und gleichzeitig eine Menge Details – u.a. sind auch die Campingplätze schon eingezeichnet.

Gekauft habe ich das alles übrigens nicht bei Amazon, sondern beim Globetrotter in München – nachdem ich da einen Abend lang sämtliche Reiseführer und Karten zu Norwegen durchgeblättert und verglichen habe.

 

Google Maps sagt …

… dass sich natürlich auch im Internet viele hilfreiche Tipps finden – hier eine kleine aber feine Auswahl:

Und schlussendlich haben wir einige Norwegen-erfahrene Freunde gefragt; vor allem Kathi und Daniel von der Outdoorsportstour, die wir im Sommer dort auch treffen wollen, und die naturgemäß eine Menge Ideen für Outdoor-Aktivitäten in Norwegen haben: Outdoorsportstour – sechs Monate outdoor kreuz & quer durch Norwegen.

 

Grobe Norwegen Planung

Unsere grobe „Idealtour“ führt uns also im Sommer zu den schönsten Stellen in Süd- und Westnorwegen. Wir starten in Kristiansand und fahren hoch bis etwa Alesund, der Rückweg erfolgt entweder wieder von Kristiansand nach Dänemark oder über Oslo und durch Schweden. Auf den einzelnen Etappen wollen wir immer 1-2 Tage an einem Ort bleiben um die Gegend zu erkunden und in die Natur einzutauchen.

 

Mehr aus Norwegen:

LMC Vivo 530 K in Norwegen
Storfjord
Mit Wohnwagen übers Sognefjell
Fischmarkt in Kristiansand
Hornnes
Raftig Trollaktiv Evje
Kjerag Wanderung
Hovden Wanderung
Bryggen
Im Naeroyfjord
Aurlandsdalen
Aurlandsfjord am Abend
Verzierungen an der Stabkirche Borgund
Nigardsbreen
Sognefjell
Briksdalsbreen
TUI Mein Schiff 1 im Geirangerfjord
Storfjord
Unser LMC Vivo 530 K
7 Kommentare
  1. Gunther Krause
    Gunther Krause says:

    Hallo Karen,

    seit ein paar Tagen bin ich wieder in Norwegen. Zu Hause schwitzen alle bei knapp 40 Grad. Wir haben hier 26 Grad bei leichtem Wind vom See her. Angenehm!
    Ich bin mit meinem Kajak auf dem Wasser. Elisabeth schwimmt zweimal am Tag.

    Wenn du willst, schick mir doch deine Einkaufsliste. Ich sammele schon Kvitterings, damit ich mir vielleicht Arbeit ersparen kann.

    Bitte! Kannst du mir gleichzeitig eine Nachricht an meine Mail-Adresse schicken? Dann muss ich nicht immer wieder auf dieser Seite nachschauen.

    Viele Grüße von hier
    Gunther

    Antworten
  2. Gunther Krause
    Gunther Krause says:

    Hallo Karen

    ich habe schon etwas ungeduldig darauf gewartet zu erfahren, dass meine “Post” wohl angekommen ist. Es ging ja um das Angebot mit der Preisliste.

    Ich bin ab dem 1. Juli wieder in Norwegen. Um erst einmal etwas über die Preise sagen zu können, habe ich ein paar kvitterings gesammelt.

    Zu den Preisen:

    Alle Preise in NOK sind vom Mai 2015.

    Esso Diesel: 12,93 NOK 1l
    Lettmelk 14,70 1l
    Yoghurt Blåber/Bringebær 4P 19,10
    Smør ekte 250g 21,60
    Kremtopp 250ml 35,60
    Brie de Paris 37,80
    Kryddersalami 34,10
    Starndaskinke 56,00
    Laks røkt 205g 26,43
    Slottpoteter med kridder 21,54
    Baconburger 42,32
    Norgeslaksen fryst 300g 38,70
    Thai chicken 600g Findu 51,80
    Rugbrød 36,50
    Husman Knekkebrød 6,20
    Rosinboller 8 Stk 22,90
    Tyttebærsyltetøy 400g 44,90
    Aprikossyltetøy 400g 29,90
    Jordbær 500g 19,90
    Druer røde 500g beger 34,90
    Mellesjokolade 200g 29,80

    Wasser in Flaschen ist in Norwegen teuer. Ich nehme ein paar Pakete leichte Plastikflaschen mit. In Norwegen kaufe ich mir einen 5 l Kanister Olden Wasser. Damit bevorraten sich Norweger, die auf ihre Hütte fahren. Diesen Kanister fülle ich auf dem Campingplatz mit Trinkwasser auf, wenn das Wasser vertrauenswürdig erscheint. Nicht unbedingt Wasser aus eigenem Brunnen trinken!

    1 Soft-Is i keks middel 35,00

    Auf der Fähre Smørbrød reker og majones 69,00
    Kaffe latte 29,00

    Nun rätselt und rechnet mal alle schön !

    Zum Übersetzen:

    Heinzelnisse online

    Zum Wetter:

    Einen guten Wetterbericht zu vielen Orten findet ihr unter yr.no
    3 Tage Wetter, stündlich, Langzeit 9 Tage (kein Verlass), Klimatabellen
    Bei mir hat es etwas gedauert, bis ich wirklich gelernt hatte, wie das Programm tickt.

    Zu den Campingplätzen:

    Es gibt natürlich die ganze Bandbreite von komfortabel bis einfach, bis hin zum Plumpsklo und Zähneputzen im Fluss. Mir gefällt auch das mal!
    Auf “meinem Campingplatz” gibt es Küche/Aufenthaltsraum mit zwei E-Herden, Mikrowelle, Kühlschrank mit Tiefkühlfach.
    Es gibt Waschmaschine, Wäschetrockner, Bügeleisen, Becken für Handwäsche.
    Es gibt einen Raum mit Spülbecken.

    Zum Vorzelt:

    Vorzelt ist auf einer Reise nach meinem Geschmack viel zu arbeits- und zeitaufwendig.
    Eine ganz einfache Einziehplane mit ein paar Teleskopstützen reicht völlig, um nicht gleich im Regen zu stehen, um nasse Sachen draußen zu lassen.

    Mange hilsener fra

    Gunther

    Antworten
  3. Gunther Krause
    Gunther Krause says:

    Nachschlag zu meinem Eintrag

    Zur Fahrtroute:
    Stavanger ist zwar eine Reise Wert, aber es wäre auch schade, die Setesdalroute gleich zu verlassen.
    Fahrt doch die 9 bis Rystad und geht dort auf einen Campingplatz. Nach einer Übernachtung lasst ihr den Wohnwagen dort stehen. Am nächsten Morgen fahrt ihr früh über Sirdal nach Lysebotn (nach Fähr-Abfahrtszeiten erkundigen). Von Lysebotn geht es dann wandermäßig ausgerüstet mit der Fähre zum Fuß des Preikestolen. 4 Stunden rauf und runter, den gleichen Weg zurück, fallt ihr abends müde in die Betten.
    Dann weiter Richtung Norden: Haukeligrend, Røldal, Odda u.s.w. . Schön wäre Utne, Kvanndal, Voss, Vinje, Vikafjell, Vik, Dragsvik, … Die Strecke über das Vikafjell hat mich vor knapp zwei Jahren begeistert, allerdings mit dem Eriba-Touring.

    Dabei fällt mir ein,
    zu den Fährpreisen:

    Beobachtet die Preise. Es gibt gar keine feste Preisliste mir. Jetzt vor dem 17. Mai, Nationalfeiertag in Norwegen, gingen die Preise rauf und runter und wieder rauf und ich wollte günstig buchen. Allgemein gilt, dass es in der Woche günstiger ist als am Wochenende. Es kann auch sein, dass die gleiche Strecke morgens teurer ist als nachmittags oder umgekehrt.

    Zur Campingplatz-Bewertung:
    Hier sollten nicht Kriterien wie Animation, Restaurant und Supermarkt auf dem Platz, parzellierte und nummerierte Stellplätze, Strom und Wasser neben dem Wohnwagen gelten. Mein 50m Stromkabel habe ich schon gebraucht. Wer nach Norwegen fährt, sucht Natur, Ruhe, Einsamkeit, sucht vielleicht Angelmöglichkeit, ein Wasserrevier, Boote zu leihen. Animation gibt es hier auch außerhalb von Campingplätzen. Rafting, Klettern und Kletterwald, Kajak und Kanuausbildung, Biber- und Elchsafari. Alles gegen Geld. Geh in die Natur und mit etwas Glück findest du alles selber.

    Zu den Preisen:
    Karen, schick mir doch einfach deine Einkaufsliste mit einigen für dich und deine Familie wichtigen Lebensmitteln. Ich gehe in den Supermarkt, notiere unauffällig die Mengen und Preise und schicke sie dir.

    Übrigens, alles was ich hier so erzähle, ist ganz subjektive und persönliche Meinung und Erfahrung.

    Noch einmal viele Grüße
    Gunther

    Antworten
    • Karen Spiegel
      Karen Spiegel says:

      Lieber Gunther,

      wir hoffen Du hattest eine schöne Zeit in Norwegen und bist gut wieder zu Hause angekommen.
      Vielen Dank für Deine vielen Tipps, die sind uns Gold wert!

      Bisherige Präferenz für unsere Route (wenn wir über Schweden anreisen), wäre vom Mjosa-See nach
      Otta – Doverevjell-Park. Dann zum Geirangerfjord, nach Alesund und von dort aus zum Sognefjord. Bergen möchte ich auch gerne mal sehen und in der Haddanger Vidda wandern wäre dann unser nächstes Ziel.

      Da ich nicht wirklich das Wetter im August in Norwegen einschätzen kann, ist unser Plan erst in den Norden zu fahren und uns von dort aus (Alesund als nördlichstes Ziel) Richtung Süden vorzuarbeiten. Da wir nicht genau abschätzen können, wie lange wir zur Haddanger Vidda brauchen, wie lange wir wo bleiben wollen und wie dann so die Stimmung in der Familie ist, wäre Stavanger eher gegen Ende unseres Urlaubs ein “nice-to-have” – oder doch noch mal ein Grund für einen weiteren Urlaub in Norwegen. 🙂 Habe schon Begeisterte getroffen, die dort seit 25 Jahren auch aus Holzkirchen jedes Jahr dorthin fahren.

      Wie ist denn so allgemein die Ausstattung der Campingplätze in Norwegen? Gibt es dort immer öffentliche Küchen, die jeder benutzen kann? Und wie sieht es mit Möglichkeiten zum Trocknen aus, wenn es mal längere Zeit heftig geregnet hat? Gibt es Trockenräume? Wir überlegen gerade noch, ob wir unser Vorzelt mitnehmen sollen, oder nicht.

      Wenn Du vor uns noch einmal in Norwegen bist, dann gib uns doch Bescheid, dann schicke ich Dir die Liste. Lektüre ist auch schon notiert.

      Viele liebe Grüße an alle,

      Karen und Familie

      P.S. Freunde von uns sind gerade für ein halbes Jahr unterwegs, vielleicht interessieren Dich die wunderschönen Fotos unter
      http://www.outdoorsportstour.de/

      Antworten
  4. Gunther Krause
    Gunther Krause says:

    Hallo Karen und Familie,
    seit einer Woche bin ich mal wieder in Norwegen. Wie du vielleicht weißt, bin ich jedes Jahr etwa acht Wochen hier, allerdings in den letzten Jahren weniger rumgereist, sondern mehr rings um meinem Jahresplatz mit Kajak und Fahrrad unterwegs.

    Eure Literaturliste möchte ich um folgenden Titel ergänzen: Ebba Drolshagen “Gebrauchsanweisung für Norwegen”. Keine bunten Bilder, sondern eine Einführung in Geschichte, Staatsform, Politik, Bildungswesen, Gesundheitswesen, Land und Leute, … . Das hat mich in meinem Verständnis für das von mir so geliebte Land weiter gebracht.

    Zu den Tagesetappen: Natürlich geht mehr, aber 250 km am Tag sind genug. Bevor man morgens so los kommt ist es doch schnell 10 Uhr, zumal mit drei Kindern. Und abends möchte man doch gegen 17 Uhr nach einem Platz Ausschau halten. Unterwegs kann man hinter jeder Kurve anhalten, um mal wieder ein Foto zu machen. Dazu können Straßenbaustellen, Warten auf Inlandsfähren, Mautstellen u.s.w. zu Aufenthalten führen.

    Fahren kannn man natürlich mit so einem Gespann wie mit eurem hier. Das machen andere auch. Ich fahre hier mit einem Eriba-Touring – 2m breit, 5m lang. Es gibt Straßen, u.a. die schöne Strecke von etwa Rystad über Sirdalen nach Lysebotn und dann mit der Fähre zum Preikestolen und weiter nach Stavanger, von der ich dann mit eurem Wohnwagen dringend abraten würde. Es gab mal eine Straßenkarte mit Empfehlungs -oder Abratungsstufen, ich glaube vom Norsk Vegvesen. Aber an die komme ich leider nicht mehr ran. Vielleicht kommst du über vegvesen.no weiter.

    So, ich kann dir noch lange etwas zu euren Plänen sagen. Jetzt fahre ich erst mal eine Runde Kajak.

    Viele Grüße aus Südnorwegen
    Gunther

    Antworten
  5. Hartmut von 4aufeinenstreich.se
    Hartmut von 4aufeinenstreich.se says:

    Respekt, Respekt, familyontour! Eine Wohnwagenreise gen Norden, da kommen so einige Kilometer zusammen – und das mit Wohnwagen! Auf den norwegischen Straßen ist man ja auch nicht so fix unterwegs, das zieht sich ganz schön. Auf der anderen Seite fahrt ihr vermutlich eh nicht so schnell mit eurem großen Wohnwagen hinten dran!

    Wir waren bisher erst einmal als motorisierte Camper unterwegs (wenn man mal von der Kombination Zelt&Auto absieht), und das war mit einem Wohnmobil. Bei dem Gedanken, da hinten dran so ein Monster von Anhänger zu haben, wäre mir nicht ganz geheuer. Aber vermutlich gewöhnt man sich da auch dran. Wir sind mit unserem recht großen WoMo damals auch ein paar Mal hängengeblieben ( haben es aber gar nicht jedesmal bemerkt!!). Auf jeden Fall versuchen wir es diesen Sommer nochmal, diesmal in USA, wo es ja groß genug ist, so dass uns hoffentlich abgefahrene Blinklichter usw erspart bleiben.

    Freu mich jedenfalls auf eure Berichte aus Norwegen – bin schon gespannt.

    Gruss
    Hartmut

    Antworten
    • Karen Spiegel
      Karen Spiegel says:

      Hallo Hartmut,

      ja, wir wachsen mit den Herausforderungen und werden sicher vorher gut die Straßenkarten studieren, welche Straßen definitiv nicht für uns geeignet sind. Und ansonsten brauchen wir wohl viel Geduld und Feingefühl beim Fahren.
      Ich freue mich auch schon auf die tollen Bilder und Filme – dann mit Drohne aus der Luft. Wenn die Aufnahmen aus Kroatien so scharf und atemberaubend auch in Norwegen bleiben, dann wird das wirklich etwas besonderes. 🙂

      Viel Spaß in den USA – auch ein tolles Reiseziel. 🙂

      Viele Grüße,

      Karen

      Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.