Der Nigardsbreen – ein norwegischer Bilderbuch-Gletscher

Nach dem Briksdalsbreen waren wir schon sehr neugierig auf den Nigardsbreen, einen südlichen Ausläufer des Jostedalsbreen-Gletschermassivs, der sogar noch schöner sein sollte. Die Anfahrt ist schon mal vielversprechend: ab Gaupne fährt man 30 km nach Norden hoch durch ein wildromatisches Tal, und dann nochmal 6 km bis zum Parkplatz direkt am Gletschersee.

Auf den letzten Kilometern sieht man den Nigardsbreen Gletscher schon, und es geht durch eine typische Moränenlandschaft mit glatten Felsen und rundgeschliffenen Steinen. Ein kleines Fährboot brachte uns über den See, von wo aus es in einer halben Stunde bis zum Gletscherabbruch ging. Für die Kinder war der Weg über die runden glatten Felsen genauso ein Spektakel wie der Gletscher selbst. Ein riesiger Abenteuerspielplatz – wie eigentlich ganz Norwegen.

Der Gletscher ist an der Abbruchkante schätzungsweise 15 Meter hoch. Die Absperrung davor sollte man tunlichst beachten. Immer wieder passieren Unfälle, und der Fährmann erzählte uns von einem riesigen Abbruch der sich erst gestern Abend ereignet hatte. Dementsprechend intensiv blau leuchtete uns das Eis des Nigardsbreen entgegen.

 

 

Wer den Gletscher begehen will, kann sich einer der täglichen Führungen anschließen (z.B. „Family on Ice“) – alleine wäre es viel zu gefährlich. Da heute nicht alle in unserer Familie fit waren, haben wir es beim Staunen aus respektvollem Abstand belassen – der Gletscher ist auch so sehr eindrucksvoll! Die riesige Gletscherzunge windet sich S-förmig vom Plateau des Jostedalsbreen den Berg herunter, und man bekommt eine Ahnung davon wie gigantisch der Jostedalsbreen oben erst sein muss. Wir haben versucht mit der Drohne hochzufliegen – aber die 500m maximale Aufstiegshöhe haben nicht ausgereicht um nach oben zu gucken. Dafür haben wir ein paar schöne Bilder vom Nigardsbreen aus der Luft geschossen.

 

 

 

Wenn man sich entscheiden muss – Briksdalsbreen oder Nigardsbreen – würden wir eher empfehlen den Nigardsbreen zu besuchen. Der Nigardsbreen ist eindrucksvoller, man kommt ihm näher und er ist nicht ganz so touristisch „erschlossen“ wie der Briksdalsbreen. Wer die Zeit hat, sollte auch eine Führung aufs Eis mitmachen.

Da der Tag am Nigardsbreen mit bis zu 28 Grad (unten am Sognefjord) einer der wärmsten des Jahres war, haben wir den Tag stilvoll mit einem Bad im Fjord und viel Sonne ausklingen lassen.

 

 

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