Unsere Norwegen Route: Anreise und Routenplanung

Unsere große Reise nach Norwegen rückt näher – weniger als acht Wochen sind es noch bis zum Start. Wir schreiben fleißig Packlisten, planen die Proviant-Vorräte und feilen an unserer genauen Norwegen Route und der Anreise nach Norwegen. Nicht ganz einfach, nachdem wir noch nie dort waren und die Bedingungen nur vom Hörensagen kennen – aber auch sehr spannend!

Anreise Varianten

Allein für die Anreise haben wir drei bis fünf verschiedene Optionen:

  1. Direkt über West- und Nord-Dänemark: mit der Fähre (Fjord Line oder Color Line) direkt von Hirtshals (DK) nach Kristiansand am Südende von Norwegen. Hat den Vorteil dass man direkt ins Setesdal oder nach Stavanger starten kann.
  2. Rostock – Gedser – Öresundbrücke oder Puttgarden (Fehmarn) – Rodby – Öresundbrücke: die Route über das östliche Dänemark führt nach der Fährpassage von Rostock nach Gedser oder Puttgarden – Rodby (mit Scandlines) vorbei an Kopenhagen über die riesige Öresundbrücke und dann die Westküste Schwedens hoch bis nach Oslo. Von da aus geht es nochmal einen halben bis ganzen Tag weiter um ins Fjordland zu kommen. Ist nicht viel günstiger als Variante 1, da zur Fährverbindung noch die teure Maut für die Öresundbrücke oder eine zweite kurze Fährpassage von Helsingör (DK) nach Helsingborg (SE) dazukommt (die „Vogelfluglinie“).
  3. Direkt von Rostock nach Trelleborg in Südschweden (mit Stenaline oder TT Line): „gehe nicht über Dänemark“ sondern direkt nach Schweden und weiter Richtung Oslo. Etwas bequemer, dauert aber auch 1-2 h länger als Variante 2 über Dänemark.
  4. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, z.B. die Fähren von Kiel nach Göteborg (mit Stenaline) oder gleich bis nach Oslo hoch (Stena oder Color Line). Eine andere Alternative sind die dänischen DFDS Fähren  von Kopenhagen nach Oslo. Diese Fährpassagen sind alle etwas länger und man benötigt auf jeden Fall eine Kabine, dadurch sind die Preise auch vergleichsweise hoch – vor allem an den Wochenenden. Dafür kann man noch mehr Kilometer nachts auf dem Wasser zurücklegen, die man dann nicht mehr bei Tag fahren muss. Der „Königsweg“ von diesen Varianten ist sicher die Anreise von Kiel direkt bis nach Oslo mit der luxuriösen Color Line.

Erschwert wird die Recherche übrigens auch dadurch, dass es für fast jede Routenvariante eine andere Fährgesellschaft gibt, mit jeweils eigenen Tarifen und Regeln für Wohnmobile und Gespanne.

Entschieden haben wir uns für eine Kombination von 3 und 1: Anreise von München nach Rostock und mit der Nachtfähre nach Trelleborg. Von dort am 2. Tag weiter durch Schweden Richtung Oslo. So kommen wir mit einer Nacht auf der Fähre in zwei Tagen bis nach Norwegen, ohne den Wohnwagen für einen Zwischenstopp am dem Campingplatz aufstellen zu müssen. Ist – hoffentlich – eine halbwegs entspannte Anreise-Variante.

 

Route durch Norwegen

Nach einem Zwischenstopp in Oslo geht es dann weiter hoch nach Alesund, evtl. noch mit einem Abstecher in den Dovrefjell oder Rondane Nationalpark. Von Alesund aus wollen wir dann Richtung Süden durchs Fjordland. So können wir unsere Tour in Norwegen im Norden beginnen und in den Herbst hinein Richtung Süden fahren, wo wir zuletzt noch durch das Setesdal und nach Kristiansand kommen.

Für die Rückreise nehmen wir dann die Fähre von Kristiansand ganz im Süden von Norwegen nach Hirtshals und fahren in zwei Tagesetappen von Norddänemark über Flensburg und Hannover zurück. So der Plan. Die Praxis wird sehr wahrscheinlich eh ein wenig anders aussehen, aber zumindest haben wir jetzt mal ein grobes Bild von der Reise!

Als Planungstool hat sich übrigens der Google Maps basierte „My Maps“ Routenplaner sehr bewährt (nicht zu verwechseln mit dem Routenplaner im normalen Google Maps). Hier kann man auch mehrere Ebenen anlegen – sehr praktisch für verschiedene Routenabschnitte oder Routenoptionen.

 

Route auf der Karte

 

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4 Kommentare
  1. Gunther Krause
    Gunther Krause says:

    In der Auflistung der Fährverbindungen habe ich nicht die Möglichkeit der Anreise mit Fjord-Line von Hirtshals nach Langesund gefunden. Man wäre dann auch schnell in Oslo und auf der anvisierten Route.

    Eure raumgreifenden Anreise durch Deutschland Richtung Norden bis zum Fährhafen nach Rostock, und das mit Kindern, halte ich für recht mutig.

    In Oslo gibt es auf der Museumshalbinsel einige Sehenswürdigkeiten wie Kon-Tiki und Fram etc. insbesondere für Reisen mit Kindern.
    Auf der A 6 und weiter bis Andalsnes kann man ganz gut voran kommen. Aber spätestens ab dann und auf dar Strecke Richtung Süden sollte man sich wirklich Zeit nehmen und treiben lassen, um das Land zu begreifen. Unterwegs komme ich auch immer mit anderen Reisenden ins Gespräch, die mitunter ganz gute Tipps geben, die in keinem Reiseführer stehen. Ganz wichtig finde ich auch, die großen Touristenrouten zu verlassen und mal, statt der Hauptstraße zu folgen eine Nebenroute zu wählen, manchmal nur die Nebenstraße auf der anderen Flussseite zu wählen. Man kann so wunderbare Plätze finden, auch um eine Nacht frei zu campen, was ein besonderes Erlebnis ist. Für den Weg vom nördlichsten Ziel nach Süden habt ihr aber genügend Zeit zur Verfügung.

    Ganz zum Schluss der geplante Reiseroute auf eurem Weg durch das Setesdal zur Fähre nach Kristiansand liegt Hornnes-Camping 4 km südlich von Evje.
    Nach einigen Reisen bis in den Norden und Rundreisen durch Skandinavien und insbesondere Norwegen bin ich immer wieder hier hängen geblieben. Das auch, weil unsere Kinder viele Jahre gerne mitgekommen sind und auch jetzt noch, inzwischen mit eigenen Kindern, hierher kommen.
    Ich wollte diese Adresse eigentlich gar nicht preisgeben, damit ich hier meine Ruhe behalte. Aber so viele Deutsche mit Kindern fahren sicher nicht nach Norwegen.

    Hornnes-Camping ist gerade auch deshalb zu empfehlen, weil man für die 57 km zur oder von der Fähre genau eine Stunde einplanen kann.

    Der ruhige und gepflegte Platz liegt in landschaftlich besonders reizvoller Lage an dem breiten und langsam fließenden Fluss Otra, der immer wieder Nebenflüsse hat und sich zu Seen mit Inseln ausweitet. Es gibt Boote für 25 NOK die Stunde zu leihen, mit denen man das Wasserrevier oder die Inseln entdecken kann. Angeln, Baden und Schwimmen ist natürlich auch möglich, wobei das Besondere hier der 700 m lange Sandstrand ist.
    In naher Umgebung bis zu 10 km gibt es einen Minaralpark mit vielen Angeboten auch für Kinder. Des weiteren: Kletterwald, Go-Kart Bahn, Mineralpfad, River-Rafting durch sehenswerte Stromschnellen, Kajak-Kurse, Mountain-Biking, ausgeschilderte Wanderwege, Elche, Biber … .
    Es gibt eine einfache Homepage vom Platz mit einigen Fotos unter http://www.hcamp.no .Man findet weitere Infos unter http://www.nafcamp.no .

    Ich wünsche viel Spaß und unvergessliche Eindrücke in diesem Land. Immer schön rechts fahren!!! Ich bin gespannt auf eure Berichte. Ihr werdet bestimmt wiederkommen. Wetten?

    Viele Grüße von Gunther

    Antworten
    • Stefan Spiegel
      Stefan Spiegel says:

      Hallo Gunther,
      Vielen Dank für den Hinweis! Es ist richtig dass nicht alle Routen aufgeführt sind – mit DFDS gibt es ja z.B. auch noch Verbindungen von Kopenhagen nach Oslo. Wir haben hier nur mal die für uns aktuell relevantesten Varianten zusammengetragen, die wir für unsere Reise konkret in Erwägung gezogen haben!
      Und Hornnes Camping haben wir in unserer Routenplanung schon fest vorgesehen für die letzten 2-3 Tage bevor es auf die Rückfahrt geht.

      Antworten
  2. Sandra
    Sandra says:

    Liebe Family on tour

    Ich kann mich meinem Vorredner betr. gefahrene Distanzen und Zeit nur anschliessen! Wir waren zweimal in Norge, einem wunderschönen Land. Die Strecken sollten in der Tat nicht unterschätzt werden. Die Strassen sind zwar recht gut ausgebaut, trotzdem ist das Strassennetz weder mit dem bei euch in Deutschland noch mit dem bei uns in der Schweiz zu vergleichen… nehmt euch nicht zu viel vor, lasst euch treiben und geniesst fortlaufend!

    Ich wünsche euch bereits jetzt eine tolle, eindrückliche und last but not least pannenfreie Reise.

    Liebe Grüsse
    Sandra

    Antworten
  3. Sascha
    Sascha says:

    Wir sind gerade auf dem Rückweg von unserer ersten Tour durch Norwegen und was soll ich sagen? Nichts war wie zuvor geplant! Man unterschätzt echt die Teilstrecken! Wir sind nicht selten 5h gefahren und hatten am Ende nur 150 km auf dem Tacho.

    Lebensmittel hatten wir darüber hinaus auch viel zu viel mit.

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