Südmarokko: in die Sahara – für eine Nacht in der Wüste von Marokko

Wer nach Südmarokko fährt, muss unbedingt in die Wüste von Marokko. Dachten wir uns so. Die meisten Marokko-Besucher zieht es dazu nach Erg Chebbi bei Merzouga im Osten, wo man direkt vom Ort aus in die Dünen fahren oder reiten kann. Wir haben uns durch einen Tipp der Marokko- und Wüsten-erfahrenen Kollegen von Herman unterwegs für Erg Chegaga im Süden entschieden, das ursprünglicher und authentischer sein soll.

Wir haben unsere Marokko Wüsten-Exkursion bei Sahara Services gebucht, die ein Camp direkt am Erg Chegaga betreiben – ein Veranstalter in unserem Reiseführer empfohlen wird, und der auch das Hotel Kasbah Sahara Services in M’Hamid betreibt. Wir können ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Nach Erg Chegaga gelangt man über Zagora, die alte Karawanenstadt im Süden, wo sich das berühmte Schild „52 Tage bis Timbuktu“ befindet. Von Zagora aus sind es noch einmal knapp 100 km südwärts bis M’Hamid. Hier endet die Straße – danach kommt nur noch Wüste. Aber von M’Hamid bis zu den hohen Sanddünen von Erg Chegaga sind es noch einmal 60 km Offroad-Piste, entlang der Steppe und einem ausgetrockneten Salzsee. Wir sind nachmittags in M’Hamid angekommen, und zur Dämmerung gleich mal mit dem Auto ein paar hundert Meter in die Wüste gefahren. Das allein war schon eindrucksvoll.

 

Nach einer Nacht im Hotel in M’Hamid und einem entspannten Vormittag am Pool sind wir am Nachmittag von einem Berber mit seinem Geländewagen abgeholt worden und nach Erg Chegaga gefahren. Unterwegs haben wir Halt an einer Oase gemacht, und wilde Kamele neben der Piste gesehen.

 

Dort sind wir mit Kamelen in die Sanddünen geritten, und haben auf der höchsten Düne den Sonnenuntergang beobachtet. Wer das noch nicht gemacht hat: unbedingt auf die persönliche „Bucket List“ setzen!

 

Den Sonnenuntergang auf einer Sanddüne in der Wüste zu erleben ist wirklich einzigartig. Man ist gleichzeitig auf einem Berg und in einem Meer, und die Lichtstimmung ist wunderschön. Am liebsten wären wir einfach die ganze Nacht auf der Düne geblieben.

 

In der Dämmerung sind wir dann zurück ins Camp geritten, wo es Abendessen gab und die Berber getrommelt und gesungen haben. Faszinierende rhythmische Musik, und unter freiem Sternenhimmel in der Weite der Wüste nochmal viel faszinierender.

 

Aber das schönste und eindrucksvollste an der ganzen Exkursion war, in einem Bett unter tausendundeinem Stern zu übernachten. Eigentlich hatten wir ein befestigtes Zelt mit Betten drin, aber da es auch in der Nacht angenehm warm war, haben die Berber uns gefragt ob wir draußen schlafen möchten, und dann unsere Betten kurzerhand rausgestellt. Wir haben natürlich ewig nicht geschlafen und den Mond und die Sterne betrachtet.

 

Morgens sind wir früh raus und auf eine kleine Düne hochgelaufen, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Nach einem Frühstück im Camp hat uns der Berber mit seinem Jeep wieder abgeholt und es ging wieder zurück nach M’Hamid. Obwohl es nur eine Nacht in der Wüste war, war es unfassbar schön – ich hoffe dass wir diese Nacht nie vergessen.

 

Hier nochmal die Stationen unserer Marokko Rundreise im Überblick.

Next up: Nach Essaouira ans Meer und über Lissabon nach Hause.

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