Plitvicer Seen – im Land von Karl May und Winnetou

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der größte und wahrscheinlich auch der schönste Nationalpark in Kroatien. Wir haben ihn auf dem Rückweg von Camping Zaton besucht. Die Karl-May-Verfilmungen aus den 1960er Jahren haben die Plitvicer Seen weltberühmt gemacht. Der „Schatz im Silbersee“ ist zum größten Teil an den unteren Seen im Park gedreht worden, wo der Schatz von den Indianern in einer Höhle hinter einem Wasserfall versteckt wurde. Die Höhle ist heute noch zugänglich.

 

Lage

Die Plitvicer Seen liegen in einer hügeligen Berglandschaft in Kroatien in der Nähe der Grenze zu Bosnien und Herzegovina. Sie sind zwar mit dem Auto relativ leicht zu erreichen, liegen aber nicht unmittelbar an den Routen zu den kroatischen Feriengebieten an der Küste. Auf dem Rückweg von Zadar bzw. dem Camping Zaton Holiday Resort nach Hause haben wir also einen kleinen Schlenker gemacht und für zwei Tage den Nationalpark besucht. Als Standort haben wir uns Camping Korana ausgesucht – ein netter und sauberer, ansonsten recht schnörkelloser Campingplatz im Norden der Plitvicer Seen, wenige Kilometer vom Eingang.

 

 

Die 16 Seen des eigentlichen Parks teilen sich in die oberen und die unteren Seen auf, die in einer Art großer Canyon liegen und sich über ca. 140 Höhenmeter verteilen. Dazwischen und an den Rändern zahlreiche Wasserfälle, die den Park so berühmt gemacht haben. Der größte Wasserfall ist mit 78m der Veliki slap; er liegt am Rand der Schlucht und beherbergt auch die berühmte Höhle aus dem Schatz im Silbersee.

 

Großer Andrang

Wer die Plitvicer Seen besichtigen möchte, der sollte sich unbedingt einen ganzen Tag Zeit dafür nehmen – und vor allem früh am Eingang sein. Der Park öffnet im Sommer bereits um 7:00 Uhr. Denn: in der Hauptsaison ist der Besucherandrang unsäglich groß.

Die Seen lassen sich auf den eigens angelegten Rundwegen erkunden, die zu großen Teilen aus Holzbohlen-Wegen am und über das Wasser führen. Das ist landschaftlich phantastisch, aber bei entsprechenden Andrang ist es fast unmöglich andere Besucher zu überholen, und so bewegt man sich als Teil einer Touristen-Karawane in Zeitlupe auf den engen Wegen vorwärts. Also: am besten in der Nebensaison kommen, und früh starten. Dann hat man wesentlich mehr Zeit und Ruhe, die tolle Natur um sich herum zu genießen.

 

 

 

Die Landschaft an den Seen selbst ist wirklich phantastisch und äußerst eindrucksvoll. In tausend Facetten ergießt sich das Wasser in großen und kleinen Kaskaden von einem See in den nächsten. Die Rundwege führen an den schönsten Stellen vorbei und verhindern gleichzeitig dass die empfindliche Karst-Landschaft von den Touristenmassen zertrampelt wird. Für Fotografen sind die Seen ein wahres Eldorado: vor allem wenn die Sonn noch nicht so hoch steht, finden sich unendliche Fotomotive und Lichtstimmungen am Wasser. Neben den vielen Fischschwärmen, die wir schon an den Krka-Wasserfällen bewundert haben, konnten wir auch Frösche, Kröten, Libellen und Wasserschlangen beobachten.

 

 

Leider war bei unserem Besuch der Bereich der unteren Seen gesperrt und wir konnten diesen Teil nur vom Rand der Schlucht oben aus der Vogelperspektive begutachten. So war uns auch der Weg zum Schatz in der Höhle am Silbersee versperrt. Beim nächsten Mal bringen wir ihn aber bestimmt mit!

Mehr Informationen zum Nationalpark

 

 

Camping Korana

Unter dem Sternenhimmel auf Camping Korana

 

Auf der Karte

 

Plitvica Selo
Kroatien

1 Antwort
  1. Dimi
    Dimi says:

    Ein weiterer Beweis dafür, dass Kroatien auch abseits von Zagreb, Split und Co. einfach überwältigend ist! Toller Beitrag und klasse Bilder! Leider war ich selbst noch nicht da, meine Reiselust hast du damit aber definitiv entfacht 🙂 Wo geht’s als nächstes hin?

    Viele Grüße

    Antworten

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