Dem besten Südtiroler Speck auf der Spur

Dem Geheimtipp unseres Reiseführers für den besten Südtiroler Speck wollten wir unbedingt persönlich auf den Grund gehen: den sollte es angeblich auf dem Hof von Heinrich Pöder im Ultental  geben.

Da wir besagten Reiseführer, nach einer schönen Wanderung bei Lana, leider im Wohnwagen liegen gelassen hatten, gingen wir kurzerhand zur Touristeninformation in Lana. Ja, vom besten Südtiroler Speck hatten die hilfsbereiten Damen auch schon gehört (wenn auch noch nicht probiert) und nach intensiver Internetrecherche und Anruf bei einem der Ehemänner hatten wir eine handfeste Adresse und Beschreibung, um uns auf den Weg zu machen.

Abenteuerliche Anfahrt

Die Strecke führte uns in das schöne Ultental. Etwa sechs Kilometer von Lana aus, noch vor St. Pankraz, zweigte eine unscheinbare und sehr steile Schotterstraße scharf rechts von der Hauptstraße ab. Ein entgegenkommender Fiat Panda scherte kurzerhand auf den Wiesenhang aus und ließ uns auf dem einspurigen Weg vorbeizufahren. Im Folgenden hofften wir auf keinen weiteren Gegenverkehr und mühten unser Auto im ersten Gang den steilen Hang hinauf.

Nachdem wir den alten Außererbhof inmitten von steilen Hängen gefunden hatten, begegneten wir Heinrich Pöder, dem Meister des besten Südtiroler Specks, stilecht im Schlachtergewand. Er lotste uns um das Haus herum in die Kammer seiner Fleisch-Schätze. Ein uralter, natürlicher Gewölbekeller, ohne Fenster und bis unter die Decke bestückt mit aufgehängtem Speck und sicherlich 6 verschiedenen Sorten Salami. Selbstgemachtes Quittengelee, Honigschnaps und ein Schild, das auf selbstgebackenes Brot an jedem Freitag hinwies, rundeten das Angebot ab.

 

 

Gourmet-Speck aus dem Kellergewölbe

Und der Speck von Heinrich Pöder ist wirklich phantastisch: sehr mild, aber gleichzeitig mit intensivem Geschmack. Zum einen mag das daran liegen, dass er seine Schweine selbst aufzieht, sie eigenhändig schlachtet und zerlegt, nach erfahrenem Augenmaß salzt und dem Speck einfach die Zeit gibt, die er braucht. In diesem Fall bedeutet das eine Räucherung von ca. 6-8 Wochen und danach eine Reifung von 7-8 Monaten. Hier ist also genaues und geduldiges Handwerk gefragt – das schmeckt man auch.

Eingedeckt mit einem Kilo mageren Speck, feiner Salami, Kaminwutzen und einer Kostprobe für die netten Damen der Touristen Information in Lana, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Die Damen in der Touristeninformation haben sich sehr über den Speck gefreut, und bei der Gelegenheit auch gleich einen Blick auf unsere Website geworfen.

Außer im Ultental ist der Speck von Heinrich Pöder erhältlich auf dem Meraner Bauernmarkt und dem Vinschger Bauernladen. Hier sogar auch online von zu Hause aus bestellbar: http://www.bauernladen.it/Speck_1

 

Viel Gaumenfreude beim Kosten!

 

Die Adresse lautet übrigens: Aussererbhof, Heinrich Pöder, Gegend 64, St. Pankraz:

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