Camping Grubhof in Lofer: Wandern, Radeln, Kajak fahren …

Eigentlich hatten wir vier erholsame Tage zu zweit (ja, diesmal ohne Kinder!) auf Camping Grubhof bei Lofer im Salzburger Land geplant. Ganz gechillt und relaxt. Am Ende hatten wir zwei Mountainbiketouren, eine Bergtour, drei Klammen, eine Höhle und einen Tag Wildwasserkajak auf dem Tacho. Jetzt sind wir platt – aber glücklich. Es waren vier wunderschöne Tage in Lofer! Und wir sind sicher: wir kommen nochmal wieder, aber dann mit Kindern – die Gegend um Lofer ist perfekt fürs Familiencamping.

Als Stützpunkt hatten wir uns Camping Grubhof bei Lofer ausgesucht, und dort einen XXL-Stellplatz an der Saalach gebucht. Bekommen haben wir einen tollen Platz, der eher XXXXXL-Format hatte. Das supermoderne Waschhaus ein paar Schritte hinter uns, die Saalach einen Steinwurf vor uns. Das alles inmitten einer fast kitschig schönen Bergkulisse zwischen den Loferer Steinbergen und den Berchtesgadener Alpen. Im Tal blüht der Frühling, während in den Bergen oben noch der Schnee in der Sonne glitzert. Da vier Tage Sonne bei milden 20 Grad angesagt waren, haben wir sogar auf das Vorzelt verzichtet.

 

 

Tag 1: Vorderkaserklamm

Die Anreise am Vormittag war schnell erledigt – aus dem Münchener Süden ist man die gut 100 km in eineinhalb Stunden locker gefahren, und der Wohnwagen war auch gleich aufgebaut. Da das Thermometer mittags chon über 20 Grad zeigte, sind wir mit den Mountainbikes auf einem tollen Radweg durch Wälder, über Wiesen und mitten durch Kuhweiden bis zur Vorderkaserklamm gefahren. Das Tal, das die letzten 2 km zur Klamm hochführt, ist ein Paradies für Familien: am Bach sind viele Rastplätze mit Grillstellen angelegt, für Kinder gibt es unzählige Spielmöglichkeiten – inklusive einer Hängebrücke über den Bach und kleinen angelegten Seen, über die man mit dem Holzfloß und einem dünnen Stamm stochern kann. Die Vorderkaserklamm selbst ist sehr schmal und scharf in den Fels eingeschnitten. In einer knappen Stunde ist man den Rundweg durch die Klamm gelaufen, und hat auf dem unterhaltsamen Orchideenweg noch einiges über die heimische Flora gelernt.

 

Tag 2: Lamprechtshöhle und Seisenbergklamm

Den zweiten Tag haben wir ruhig angehen lassen und vormittags der Tourist Info in Lofer einen Besuch abgestattet, um Tipps für ein paar Wander- und Mountainbike-Touren zu bekommen. Nachmittags standen dann die Lamprechtshöhle und die Seisenbergklamm auf dem Programm. Die Lamprechtshöhle kann man auf einem ca. 700m langen Weg erkunden, der steil aufsteigend durch den Berg führt. Wagemutige können auch an einer Führung abseits der frei zugänglichen Wege teilnehmen. Insgesamt ist die Höhle 51km lang, und erstreckt sich über eine Höhendifferenz von 1600m.  Besonders eindrucksvoll macht die Höhle der rauschende Bach, der neben und unter dem Weg durch die Höhle fließt.

 

Nur zwei Kilometer entfernt liegt die wunderschöne Seisenbergklamm. Sie ist im unteren Teil etwas weiter und lieblicher, wird aber weiter oben immer schmaler und spektakulärer. In einer Stunde ist man bequem durch die Klamm und wieder zurück gewandert. Wer es etwas aufregender will, der kann an einer Canyoning-Tour durch die Klamm teilnehmen und sich direkt unter den Füßen der „normalen“ Besucher über Wasserfälle abseilen und in Gumpen springen. Die Vorderkaserklamm ist schon toll, abder die Seisenbergklamm hat uns nochmal besser gefallen.

 

Tag 3: Wanderung auf die Iwonski-Höhe und MTB-Tour Obermayrberg

Direkt vom Campingplatz weg führt eine sehr schöne Wanderung auf die Iwonski-Höhe, ca. 500m über dem Tal gelegen. Zuerst geht es ein paar Minuten an der Saalach entlang, dann durch die sehr sehenswerte Strowollner Schlucht und schließlich auf einem kleinen, recht steilen Pfad auf den Bergrücken und dort entlang, ständig mit wunderschönem Blick ins Tal. Die kleine Iwonski-Hütte auf 1100m ist eher eine Brotzeithütte, aber ein exponierter Aussichtspunkt mit Panoramablick über das Loferer Tal. Von dort geht es dann recht direkt wieder runter nach Lofer und zurück zum Campingplatz. Eine tolle Runde, die in 2-3 h locker zu machen ist.

Nach einer sonnigen Mittagspause haben wir uns dann auf die Räder geschwungen, und sind eine schöne Rundtour über die Schoberweißbachklause nach Obermayrberg gefahren, mit nochmal ca. 300 Höhenmetern. Am Berggasthaus Obermayberg konnten wir irgendwie nicht vorbeifahren, und so kam es dass wir uns dort – schwupps – auf der sonnigen Terrasse mit Kaffee, Schinkenbrot und Apfelstrudel wiedergefunden haben. Auf dem Rückweg sind wir noch durch einen kleinen warmen Sommerregen gefahren – herrlich! Schöner kann es eigentlich nicht mehr werden, oder?

 

Tag 4: spontaner Wildwasser-Kajak-Kurs

Doch, das konnte es. Angeregt durch die vielen Paddler auf dem Campingplatz und auf der Saalach mit ihren Wildwasser-Kajaks, haben wir spontan einen Kurs im Wildwasser-Kajak-Fahren bei Motion Outdoor Lofer gebucht, die nur ein paar hundert Meter flussabwärts sitzen, kurz vor Lofer. Mit unserem Kajaklehrer sind wir erst mal zum Pillersee im Nachbartal gefahren, wo wir die wichtigsten Paddeltechniken geübt haben. Ein Kanu besitzen wir ja – aber mit einem Wildwasser-Kajak umzugehen ist nochmal was ganz Anderes. Allein schon auf einem ruhigen See geradeaus zu fahren ist schon eine Herausforderung! Nach diversen Paddel- und Kenter-Übungen sind wir dann am Nachmittag noch einen kleinen 3 km-Abschnitt auf der Saalach gefahren, mit Wildwasser 1 und teilweise 2. Das war schon Adrenalin pur, und ist natürlich nicht ganz trocken verlaufen – hat aber riesig Spaß gemacht. Normalerweise übt man erst einenhalb Tage auf dem See, und im Nachhinein wissen wir auch warum.

 

 

Nach Rücksprache mit dem Campingplatz durften wir am Sonntag nachmittag bis 17 Uhr abreisen – wir konnten also die vier Tage wirklich gut ausnutzen. Es hat uns riesigen Spaß gemacht, die Gegend ist wunderschön und der Campingplatz ist richtig toll. Könnte unser neuer Lieblingsplatz werden! Einzig die Sauna haben wir nicht getestet; dazu war das Wetter einfach zu schön. Beim nächsten Mal werden wir aber ganz sicher die Kinder mitnehmen – im Saalachtal gibt es so viele tolle Aktivitäten und Möglichkeiten für Kinder. Lofer und Camping Grubhof sind ein echter Tipp für einen entspannten Familienurlaub! Mehr Infos zur Region finden sich übrigens auch auf www.lofer.com.

 

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