Anreise zur Verdon-Schlucht und zum Lac de Sainte Croix

Unser Pfingst-Urlaub 2018 führte uns – nunmehr schon zum dritten Mal – nach Südfrankreich, genauer gesagt an die wunderschöne Verdon-Schlucht, und den Lac de Sainte Croix. Die Anreise zur Verdon-Schlucht ist allerdings ordentlich: von München aus sind es recht genau 1000 Kilometer. Die Route führt über die klassischen Ferien-Nadelöhre: Irschenberg, Inntaldreieck, Brenner, Sterzing, Bozen, Verona. Erst danach „verläuft“ sich der Verkehr etwas.

Obwohl wir am Freitag direkt nach Schulschluss aufbrechen, kommen wir recht gut durch – wir haben den Vorteil etwas südlich von München zu starten, und so vermeiden wir die größten Staus rund um München. Wir fahren mit viel Verkehr, aber ohne nennenswerte Staus bis Genua, wo wir abends kurz nach Einbruch der Dunkelheit bei Camping La Vesima, wo wir übernachten wollen.

 

Sorry, we are full …

Zuerst heißt es „Sorry, we are full!“, aber nach etwas Verhandlung, mitleidig drein Schauen und Versicherungen dass unser Wohnwagen wirklich autark ist, bekommen wir noch einen Wohnmobil-Stellplatz. Camping La Vesima liegt zwar direkt am Meer, aber weiter oben führt die Autobahn über eine Brücke und die Sanitäranlagen waren mal vor sehr langer Zeit modern. Deswegen sind wir froh als wir am Samstag früh wieder aufbrechen können. Wenigstens gibt es standesgemäß guten italienischen Cappuccino zum Frühstück.

Italienischer Cappuccino

Aus den verbleibenden vier Stunden Fahrt werden stressige sechs Stunden, während derer wir zweimal mit dem Gespann auf der französischen Autobahn zurücksetzen müssen weil wir falsch in schlecht beschilderte Mautstationen eingefahren sind, und einmal in einer Tankstelle abkoppeln weil das Gespann nicht durch viel zu schmale Gasse mit dem Zahlungshäuschen passt, während sich hinter uns eine lange Autoschlange bildet. Jetzt heißt es: konzentrieren, ignorieren, transpirieren.

 

Schmale Straßen und breites Grinsen

Zu allen Überfluss leitet uns Google die letzten 50 km zum Lac de Sainte Croix über winzigste Sträßchen durch eine wildromantische Berglandschaft, die auch in Norwegen zu den schmalsten gezählt hätten. Hier rechnen die Franzosen offensichtlich nicht mit Gegenverkehr, schon gar nicht mit Wohnwagen-Gespannen – extra langsam Fahren spart uns mindestens zwei Unfälle. An vielen Stellen ist die Strecke so schmal dass wir mit dem 2,30m breiten LMC am Haken die ganze Straßenbreite brauchen. Egal, irgendwann sind wir da.

 

Und schon nach einer Stunde Durchschnaufen ist klar: es hat sich gelohnt! Unser Platz, Camping Les Pins, liegt direkt unterhalb des kleinen Dorfes Les Salles-sur-Verdon zum See hin; der See direkt unterhalb des Platzes. Wir haben einen schönen, großen Stellplatz und fühlen uns mitten im Grünen. Nachmittags gehen wir noch zu Fuß zum Einkaufen in den kleinen Lebensmittel-Laden im pitoresken Dorf, und abends drehen wir im letzten Sonnenlicht auf dem See die erste Runde mit unserem neuen Reisebegleiter, einen Stand Up Paddle, was uns ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. Genial. Jetzt kann der Urlaub beginnen!

Lac de Sainte Croix

 

Verdon-Schlucht
3 Kommentare
  1. Angela Dickau
    Angela Dickau says:

    Da wsren wir letztes Jahr auch. Ganz viel Spaß und wir haben jetzt ein LKW Navi, weil uns auch diverse Male das Navi zwar durch wildromantische Berggegenden geführt hat, aber wir mit unserem Musica 2,50 Breite fast steckengeblieben sind. Das ist nun wesentlich entspannter.😅

    Antworten
  2. Jörn
    Jörn says:

    Hi, da habt Ihr auf der Fahrt ja einiges erlebt! Der Campingplatz sieht ja echt vielversprechend aus! Nur die Anreise wird wohl mit einem 2,50er LMC 522 K nahezu unmöglich sein?! Oder lag es nur an Googles Riutenführung u es gibt evtl noch eine andere Anreisemöglichkeit?
    Der Platz wäre evtl. was für uns (1 Tochter 6 Jahre) für 2019, entweder kpl Urlaub oder ein paar Tage auf der Rückreise! Dieses Jahr geht es auf die Insel Pag (Kroatien). Euch noch einen schönen Urlaub!
    Gruß Jörn

    Antworten
    • Stefan Spiegel
      Stefan Spiegel says:

      Hallo Jörn,
      Die Bergstraße hat eher mit Googles Routenführung zu tun gehabt; ein paar km weiter westlich wäre eine größere Straße gewesen. Der Platz ist nett und die Landschaft wirklich spektakulär – für einen ganzen Urlaub würde ich aber eher was Richtung Côte d‘Azur empfehlen, da ist für jüngere Kinder mehr geboten!

      Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.