Caravan Salon 2016 in Düsseldorf – Impressionen und Gedanken

Nachdem ich letztes Jahr den Caravan Salon wegen unserer großen Tour durch Norwegen mit Wohnwagen ausfallen lassen musste, wollte ich mir dieses Jahr das größte Caravan-Spektakel der Welt auf keinen Fall entgehen lassen. Deswegen bin ich aus unserem Urlaub in der Provence für zwei Tage von Marseille nach Düsseldorf geflogen und habe mich am Freitag, dem Fachbesuchertag, und Samstag, dem ersten Publikumstag, ins Getümmel gestürzt.

Die gesamte Branche boomt, und so wundert es nicht dass der 55. Caravan Salon 2016 so groß ist wie nie zuvor. Knapp 600 Aussteller, 130 Wohnmobil- und Caravan-Marken, 210.000 Quadratmeter und rund 2100 Freizeitfahrzeuge. Der Caravan Salon sagt über sich selbst ganz unbescheiden: „Beim CARAVAN SALON ist alles zu sehen, was der Markt zu bieten hat.“ Und nach zwei Messetagen und mit zwei wundgelaufenen Füßen kann ich sagen: verdammt, es stimmt.

 

Caravan-Oldtimer

In schönem Kontrast zu den 2100 super-modernen und komfortablen Fahrzeugen stehen die Wohnwagen-Oldtimer, die an verschiedenen Stellen auf dem Messegelände ausgestellt sind und an die einfachen Ursprünge des Caravanings erinnern – mit normale Gefährten, schnuckeligen Anhängern wie der legendären Knospe von LMC aus den 50er Jahren, ausgebauten knallorangen T2 T3 Bullis oder sogar Trabbis mit Alkoven.

 

Luxuswagen, Kastenwagen und Luxuskastenwagen

Neben den klassischen Wohnmobilen und Wohnwagen findet sich eine ganze Halle voller Kastenwagen, die vor allem bei jungen Reisenden extrem beliebt sind. Eine weitere Halle frönt den Luxusmobilen – hier könnte man fast meinen auf einer LKW-Messe gelandet zu sein. Die Hersteller überbieten sich in Superlativen, was Größe, Ausstattung und Preis angeht – 1,5 Millionen Euro hinzulegen für ein Wohn-Monster auf sechs Rädern mit Garage für einen Mercedes SL im Bauch ist gar kein Problem. Und die beiden Trends verbinden sich sogar: Voll ausgebaute, luxuriöse Kastenwagen mit Preisschildern (weit) jenseits der 100.000 € Grenze gibt es einige zu sehen auf dem Caravan Salon.

Detaillösungen für alle(s) und jeden

Beeindruckt hat mich auch die riesige Menge an pfiffigen Details mit Lösungen für alle möglichen und unmöglichen Probleme: einbaubare Safes für Wertsachen, Kameras und Laptops, aufblasbare Kissen statt Auffahrkeilen zum Niveauausgleich, „moderne“ Caravans mit Ikea-Boxen statt richtigen Möbeln (bei Adria) oder – bei vielen Herstellern zu finden – die immer stärkere Vernetzung der Technikkomponenten inklusive Steuerbarkeit über das Smartphone. Ganz vorne mit dabei ist LMC mit seinem LMC iBus connect System, das gemeinsam mit Truma entwickelt wurde. Es bietet eine digitale Steuerung und Kontrolle über das Wohnmobil: Heizung, Klima, Kühlschrank, Elektrik, Füllstand der Wassertanks, Batteriestand, aktive Gasflasche – alle Informationen sind über eine App abrufbar und die meisten auch direkt steuerbar. Ein weiteres Highlight ist der Travlino, ein Leichtbau-Caravan von Knaus der nur 600 kg auf die Waage bringt.

Der Caravan Salon läuft noch bis nächsten Sonntag. Also: auf nach Düsseldorf, ihr Carawahnsinnigen – es lohnt sich!

 

P.S.: Die echten, wirklich harten Caravaner kommen übrigens mit dem eigenen Gefährt und campen auf den Stellplätzen direkt neben dem Messegelände (äh, und dem Düsseldorfer Flughafen).

P.P.S.: Ich bin dann mal wieder weg, in der Provence

3 Kommentare
  1. Christian Kaufmann
    Christian Kaufmann says:

    Spät aber doch muss ich was korrigieren 😉
    *klugscheißermodus-an*
    Der Orangene auf dem Foto ist kein T2 sondern ein T3
    *klugscheißermodus-aus*
    Hab beide mal als Camper ausgebaut, hmmm Erinnerungen …

    Vielen Dank für diese tolle und hilfreiche Seite!!!

    Antworten

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  1. […] entspannt aber gerne auch mal am Strand. Auf ihrem Blog teilen die Fünf Erfahrungsberichte wie den Beitrag über den CARAVAN SALON 2016 und geben tolle […]

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